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Aktuelles

Ich habe neue Fotos eingestellt.

"The Qur'an gives absolutely no indication of what, if any, form a masjid should take..." (Bloom M. Jonathan (2003), S.427, in: "Encyclopaedia of the Qur'an", Volume Three, J - O, "Mosque")

 

Ein immer aktueller werdender Konfliktpunkt ist der Bau von Moscheen und Kulturzentren. Aktuell sind die geplante überdimensionierte Großmoschee in Köln-Ehrenfeld, Herten-Langenbochum, Dortmund-Hörde (mit angeschlossenem Wohnpark), Berlin-Heinersdorf und München-Sendling Brennpunkte der öffentlichen Auseinandersetzung. Gerade die semi-staatliche DITIB hat in der letzten Zeit eine erhöhte Bauaktivität an den Tag gelegt. Während der Streit um Köln-Ehrenfeld inzwischen international bekannt ist, hat DITIB in Köln-Feldkassel unbemerkt von der Öffentlichkeit eine neue Moschee gebaut.

 

In Deutschland existieren etwa 3000 muslimische Gebetsstätten, von denen ca. 150 klassische Moscheen (mit Kuppel und Minarett) darstellen. Gegenwärtig befinden sich etwa 100 weitere Moscheen in Planung oder im Bau. Daneben existieren etwa 120 Medresen. Nach dem Qur'an Sure 3, Verse 96/97 stellt die Kabaa die erste Gebetsstätte dar. Nach der Hijra wurde in Medina die Kûbâ Moschee vom Propheten errichtet.

 

Eine Moschee  مسجد  (arab. masdschid: "Ort der Niederwerfung" bzw. "Ort, an dem man sich niederwirft") stellt den Ort der Anbetung Allahs oder seines Stellvertreters in Form institutioneller Ritenausübung dar, wobei das Gebet in der Gemeinschaft  wichtiger ist als der Ort des Gebetes:

 

"Bei der Moschee als dem Ort muslimischer Gottesverehrung handelt es sich nicht um einen sakralen Raum. Ihre Bedeutung ergibt sich vielmehr aus ihrer Funktion als Stätte zur Verrichtung des Pflichtgebetes. Nur das Gebet macht den Ort relevant und nicht der Ort das Gebet." [Lemmen, Thomas (2000): "Islamische Organisationen in Deutschland", S.21]

 

 

 

Somit benötigt man für die Ausübung des Salat keine repräsentative Großmoschee:

 

"Der Muslim braucht jedoch die Moschee nicht zum Gebet; denn einer bekannten Überlieferung zufolge wurde die "ganze Erde für ihn zur Moschee gemacht". " [Tworuschka, Monika (2003): "Grundwissen Islam. Religion, Politik, Gesellschaft, S.104]

 

Daneben befinden sich in den meisten islamischen Ländern neben der Moschee eine sog. "Madrasa  مدرسة    (türk. Medrese; "Ort des Unterrichts", häufig durch eine religiöse Stiftung  وقف  "Waqf"   gegründet)", wo unter anderen al Qur'an Kurse abgehalten werden. In Ländern wie Pakistan, Saudi-Arabien und Indonesien gelten nicht wenige Madaris als Rekrutierungsorte für den Jihadismus. Auch in Deutschland existieren solche Medresen, die offiziell als soziale Einrichtungen geführt werden, die muslimische Jugendliche "von der Strasse" holen sollen. Die Hauptaufgabe liegt aber bei Da'Wa.

 

Wenn man die Funktion der Moschee auf den sakralen Bereich beschränkt, übersieht man die sozial-kommunikative Komponente, da eine Moschee in der Regel die Keimzelle einer "Jama'at (Gemeinde)" darstellt. Denn in einer "dschami/Freitagsmoschee", in der das obligatorische Freitagsgebet vollzogen wird, finden sich eine Vielzahl von anderen Einrichtungen und Läden, in denen u.a. "Halal" Fleisch (welches von rituell geschlachteten Tieren ohne Betäubung stammt) gekauft werden kann.

 

Denn in der Regel siedeln sich um eine Moschee im Laufe der Zeit spezifische Geschäfte an, die die religiösen und alltäglichen Bedürfnisse der Gläubigen bedienen. Daneben finden in den meisten Moscheen religiöse Unterweisungen durch al Qur'an Kurse statt, die wie im Fall der Milli Görüs auch zur Indoktrination genutzt werden. Die Kinder lernen dort den al Qur'an oft indem für sie nicht verständlichen Arabisch auswendig, womit sie durch die zeitintensive Unterweisung (je nach Ausrichtung der Moscheegemeinde) auch daran gehindert werden sollen, Kontakte mit nicht-muslimischen Jugendlichen zu knüpfen. Ausserdem zirkulieren in nicht wenigen Moscheen Schriften wie die des ägyptischen Ideologen Sayyid Qutb oder saudi-arabische Pamphlete, die wahhâbitisches Gedankengut propagieren. Ebenso wird in manchen Moscheen in der Khutba (Freitagsansprache in der Moschee) durch Hassprediger zum Jihad aufgerufen. Interessant hierzu der Verfassungsschutzbericht des Landes Hessen für 2005, S.25f. (als pdf zum Downloaden auf der Homepage). Allein in Berlin-Neukölln werden sieben von achtzehn Moscheen vom dortigen Landesamt für Verfassungsschutz als "Islamistisch" eingestuft.

 

Gleichwohl sind nicht alle Besucher "verdächtiger" Moscheen als Anhänger fundamentalistischen oder jihadistischen Gedankengutes einzustufen. So schicken viele Eltern ihre Kinder in die al Qur'an Kurse, da es immer noch keinen staatlichen Islamunterricht an den Schulen gibt, dessen Inhalt auf Übereinstimmung mit der Verfassung kontrolliert werden kann. Und der durch in Deutschland ausgebildetes Personal stattfindet.

 

Rund 100 Moscheen werden vom Verfassungsschutz als "Bedenklich" eingestuft. Offiziell werden davon 39 beobachtet und 15 davon gelten u.a. als Rekrutierungsbasis für den Jihadismus. Rund 12 Moscheen gelten dazu als von salafitischen Predigern dominiert.

 

 

 

Insbesondere der Bau von überdimensionierten "Camii (türk. für Freitagsmoschee)" mit Minarett/ Kuppel und eventuellen öffentlichen Gebetsruf sorgt immer wieder für Konflikte in der Bevölkerung. Hier geht es im folgenden nicht darum, generell gegen den Bau einer Moschee zu sein, da auch Muslime das Recht haben, ihre Religion auszuleben und bisherige "Hinterhofmoscheen" oft unwürdig sind. Es geht darum, die Bildung von Parallelgemeinschaften zu verhindern und eine Integration voranzutreiben, während islamische Fundamentalisten den Bau von überdimensionierten Moscheen als Sieg des Islam im Dar al-Harb ansehen. Beispielhaft dafür steht das Bauvorhaben "Wohnpark Grimmelsiepen" in Dortmund-Hoerde, wo eine 3,5 ha grosse Parallelgemeinschaft offiziell von der Politik und den Kirchen gefördert wird. Berechtigte Einwände der betroffenen Bevölkerung werde ignoriert oder stigmatisiert.

 

Bürgerinitiativen, die sich gegen diese Bauvorhaben zur Wehr setzen wollen, sehen sich immer zwei Gruppen gegenüber. Zum einen besteht ein Kartell aus dem Trägerverein, örtlichen Politikern, Medien, Kirchen, "Wissenschaftlern" und teils Linksextremisten, die aus verschiedenen Gründen das Bauvorhaben unterstützen. Zum anderen versuchen rechtsextreme Gruppen den Konflikt für ihre Zwecke zu nutzen.

 

Somit gilt der Grundsatz: Objektive Aufklärung statt populistischer Phrasendrescherei. Sowie konsequente Abwehr extremistischer Einflüsse.

 

Eckpunkte können sein:

 

-Trägerverein (DITIB, Milli Görüs, VIKZ, Islamische Zentren der Muslimbruderschaft, Ahmadyîa (eine mehr sektenähnliche Ausgestaltung des Islams, die bis 2010 einhundert Moscheen in Deutschland errichten will) und bestehende Verbindungen zu islamischen Dachverbänden und anderen Moscheen

 

-Namensgebung (so beinhaltet der Name "Fatih Camii" eine Huldigung an Sultan Fathi Mehmet II, der 1453 Konstantinopel eroberte, was heute noch in der Türkei gefeiert wird)

 

-Größe und Ausgestaltung des Bauwerkes (Kuppel, Minarett, Gebetsruf)

 

-Einfügung in das gewachsene Umfeld als sozialer Raum

 

-Gefahr der religiösen "Ballung" von islamischen Teilgruppen (da in größeren Orten und mehreren Moscheen die Besucher eine ethnisch-religiöse und teils politische Glaubensgruppe darstellen, die teilweise Integration verhindern möchten, da es um Machterhalt und Machtzuwachs über die Gläubigen geht)

 

-Gefahr der Bildung einer sich abschottenden Parallelgemeinschaft durch al Qur'an Kurse und Entstehung einer spezifischen Infrastruktur als Ausgangspunkt einer Umma in einem verdichteten sozialen Raum

 

-Frage der Integration oder Desintegration

 

-Zusammenarbeit mit liberalen Muslimen, die die Zusammenhänge