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Ich habe neue Fotos eingestellt.

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Mit der Entstehung der Nationalstaaten hatte sich die Form des symmetrischen Krieges entwickelt, der als zwischenstaatlicher Krieg in "gehegter" Form und unter Einhaltung wenigstens minimaler Standarts geführt wurde.

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Diese Form, die seit dem 16. Jahrhundert bis zum dritten Golfkrieg 2003 dominierte, wird im 21. Jahrhundert durch asymmetrische Konflikte abgelöst, die nicht mehr aus der Symmetrie der Stärke aufgrund waffentechnologischer/ militärorganisatorischer Vorteile gewonnen werden können.

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Es stehen sich nicht mehr Staaten als Monopolist des Krieges gegenüber, die duch kostenintensive und stehende Heere die Verfügung und den Lauf des Konfliktes bestimmen, sondern der Krieg erlebt eine Privatisierung, die von Profiteuren ("Warlords") gekennzeichnet sind, die den Lebensunterhalt mit der Perpetuierung des Konfliktes finanzieren. Oder ihn zur Durchsetzung religiös-politischer Ziele finanzieren. Diese privaten Akteure sind an einer Konfliktlösung nicht mehr interessiert, sondern heizen den Konflikt an.

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Einhergehend wird der "gehegte" Parlamentskrieg zum globalen entgrenzten Raumkrieg erweitert, bei dem es nicht mehr darum geht "Raum zu gewinnen", sondern "Raum zu halten"

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In Analogie zu Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf (1795)" Erkenntnis: "Demokratische Staaten führen untereinander keine Kriege", hat sich in Westeuropa eine von Herfried Münckler als "postheroische Mentalität" genannte Geisteshaltung entwickelt, die aus Scheu vor dem Verlust von Menschenleben versucht, den asymmetrischen Konflikt auszuweichen. Und zwar durch kostenintensive Investitionen in Rüstungstechnologie, um Kriege ohne eigene größere Verluste zu führen.

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Da in direkter Konfrontation die symmetrisch unterlegene Partei nicht gewinnen kann, entwickelt sie aus Asymmetrien der Schwäche neue Formen des Partisanenkrieges, um hieraus Asymmetrien der Stärke zu bilden.

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Entgegen der defensiven Form des Partisanenkrieges, der seinen tellurischen Charakter behält, nutzen offensive Formen wie der globale Jihadismus (Global Jihadist Movement) die labile physische und psychische Infrastrukturen des als "Feind" angesehenen. Diese sind kaum umfassend zu schützen.

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Damit stellt nicht mehr der autochthone und im Sinne von Carl Schmitts "Der Begriff der Partisanen" tellurische Partisan den dominanten Kämpfer dar, der defensiv bleibt. Sondern der von mir so genannte "urbane Jihadist" verdeutlicht den neuen Typus eines global handelnden und entgrenzten Kämpfertypus, der an keine Regeln des gehegten Krieges mehr gebunden ist.

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Ein Spezifikum stellt hier die bewusste Bestimmung von "soft targets" als Ziele dar, um im Sinne von "Terror" größtmögliche Angst und Schrecken zu verbreiten. Der asymmetrische Krieg wird damit nicht zum "Terrorismus" alter Form, der gezielt Repräsentanten des Gegners als Ziel auserkor und Zivilisten als Kollateralschäden in Kauf nahm.

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Der größtmöglichste "Bodycount" an soft targets bei Nutzung "billiger" Waffen und vergleichsweise niedriger Investition in Ausbildung gegenüber stehenden Heeren soll zu einer Verhaltensänderung des Angegriffenen führen, der nicht mehr den Adressat in der  Gestalt des "interessierten Dritten" darstellt, sondern die Bevölkerung soll durch die Terrortaktik die politische Ebene zwingen, ihre Politik gegenüber den asymmetrisch agierenden Feind zu ändern.

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Durch die Asymmetrisierung der Kriegsführung antworten die betroffenen Staaten mit einer Resymmetrierung der Kriegsführung, indem spezielle Kampfverbände mit "Search and Destroy" Aufgaben beauftragt werden.

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Gleichzeitig hat die geopolitische Aufgabe des "Nation Building" an Bedeutung gewonnen, da überall dort, wo keine staatlichen Strukturen bestehen ("Ungoverned Territories") bzw. sich auflösen und kontrollierbarer Raum verloren geht.

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Die neuen Kriege sind somit "Raumerhaltungskriege", da die frühere Form des "Raumgewinnungskrieges" schon aus ökonomischen Gründen nicht mehr finanzierbar ist.

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Unter Raumerhaltungskrieg wird jede Anstrengung verstanden, die die Peripherie befrieden will, um das Zentrum zu schützen. Die dabei genutzten Mittel reichen vom klassischen Einsatz militärischer Kräfte bis zum "Nation Building", um den Raum zu befrieden und zu kontrollieren.

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So stellt auch der "Krieg gegen den Terrorismus" im Rahmen von "Operation Endurig Freedom" einen Raumerhaltunskrieg als Antwort auf den globalen Jihad dar. Das Ziel ist die Eindämmung des asymmetrisch geführten Jihads in vielen Teilen der Welt. Es geht hier nicht mehr um klassische Raumgewinnung, sondern "nur" noch um die Erhaltung eines Zustandes der Abwesenheit von Krieg im Zentrum, während die Peripherie zum Kampfplatz wird.

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Der Jihadismus in all seinen Ausprägungen bleibt dabei primär ein defensiver Raumgewinnungskrieg dar. Denn das hybride globale Terrornetzwerk al Qaida führt einen Jihad sowohl gegen die eigenen "ungläubigen" Regierungen, als auch gegen "Juden und Kreuzfahrer", um die nach ihrer Ansicht besetzten Gebiete in eine neues Kalifat mit Geltung der Schari'a umzuwandeln, wobei lokale Emirate Vorstufen zur Zielerreichung darstellen.

# Die Hauptwaffen des Jihadismus stellen hierbei der sich durch die Religion legitimierende shahîd als Selbstmordattentäter dar. Und die Nutzung einfacher, aber wirkungsvoller IED (Improvised Explosive Device).

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Unter "Raumgewinnungskrieg" wird das strategische Handeln nicht-staatlicher Akteure verstanden, die den Raum der Peripherie durch asymmetrische Kriegsführung gewinnen wollen.

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Aufgrund der derzeitigen demographischen Entwicklung geraten westliche Militärkräfte, die nur eine bedingte quantitative Zahl von Kombattanten für Kampfhandlungen zur Verfügung stellen können, in allen Kampfhandlungen unterhalb der Ebene des kostenintensiven Luftkrieges in die Defensive. Daher wird die Resymmetrierung in zukünftigen Kriegen unterstützt werden müssen mit lokalen Bündnissen vor Ort. Siehe das Bsp. Irak, wo die US-Streitkräfte von lokalen Clanfürsten unterstützt werden. Diese Strategie ist Ausdruck des "Counter Insurgency" (COIN), der neben der militärischen Bekämpfung durch gezieltes "Kinetic und Non-Kinetic Targeting" die Trennung von paramilitärischen Gruppen und der Zivilbevölkerung zum Ziel hat.